Dr. Thomas Spies (SPD): So viel Papier, so wenig Nutzen

Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Thomas Spies hat bei der heutigen Plenardebatte gefordert, den „sogenannten Hessische Landessozialbericht erheblich nachzuarbeiten. „In diesem Bericht wurden lediglich bekannte Daten aneinandergereiht, während der angeblich beteiligte Expertenbeirat die Ergebnisse aus der Presse erfuhr“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Wiesbaden.

Spies erhob deutliche Forderungen: „Wir brauchen gründlicher erhobene Informationen – zum Beispiel ist zum Thema Reichtum wie zum Thema Obdachlosigkeit fast nichts zu finden. Wir brauchen regionale Daten, um konkret da vor Ort zu helfen, wo es nötig ist. Und wir brauchen die Hilfe der Experten, um konkrete Empfehlungen zu entwickeln und nicht gigantische Datengräber.“ Darüber hinaus müssten Handlungsempfehlungen gegeben werden, um die Lebenswirklichkeit der von Armut betroffenen Menschen zu verbessern. „Wie so was aussehen kann, kann sich die Landesregierung am Abschlussbericht der Sozialpolitischen Kommission der Friedrich-Ebert-Stiftung ansehen. Hier haben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis ein ganzes Bündel an Maßnahmen zusammen getragen, das gut als Grundlage für das Handeln des Landes dienen kann“, sagte Dr. Spies.