Lisa Gnadl (SPD): Gute Nachricht aus Berlin

Die frauenpolitische Sprecherin der hessischen SPD-Landtagsfraktion Lisa Gnadl hat den Gesetzentwurf der SPD-Bundestagsfraktion zur Entgeltgleichheit begrüßt. Zuletzt am Equal Pay Day hatte sie angemahnt: „Immer noch verdienen Frauen – bei gleicher oder gleichwertiger Tätigkeit – weniger als Männer, und zwar zwischen 23 und 33 Prozent. Laut OECD ist das Lohngefälle in Europa nirgends so groß wie in Deutschland.“ Durch die enormen Einkommensunterschiede von Männern und Frauen sei die Altersarmut bei Frauen programmiert.

Die SPD-Bundestagsfraktion habe sich mit ihrem Gesetzentwurf zur Durchsetzung des Entgeltgleichheitsgebotes für Frauen und Männer (Entgeltgleichheitsgesetz) an die Spitze der Initiativen gesetzt, die man eigentlich von der Regierungsseite erwartet hätte.

Die halbherzigen Ankündigungen der konservativen Politikerinnen und Politiker – auch in Hessen – hätten deutlich die Ausbremswünsche der CDU/FDP-Regierungen in Hessen und im Bund gezeigt, meint Gnadl. Da werde mit Prüfungsanträgen eine Verzögerungstaktik gefahren, die für die Betroffenen nicht nachvollziehbar sei.

„Jede Frau und jeder Mann hat einen gesetzlichen Anspruch auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Aber erst das Entgeltgleichheitsgesetz wird uns die Durchsetzung dieses Anspruches ermöglichen. Ich hoffe auf breite parlamentarische Zustimmung im Bundestag, damit sich endlich etwas in Deutschland verändert“, so Gnadl.