Heike Habermann (SPD): Ausnahmsweise keine groben Pannen

Als „bemerkenswert“ bezeichnete die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Habermann die Pressekonferenz von Kultusministerin Henzler zum Landesabitur sowie zu den zentralen Haupt- und Realschulprüfungen, die in den letzten Tagen zum Abschluss gekommen sind.

„Die eigentliche Botschaft der Pressekonferenz ist, dass es entgegen allen Erwartungen keine größeren Pannen bei der Durchführung der Prüfungen gegeben hat – dass weder die Fragestellungen grob fehlerhaft waren noch die Organisation schief gegangen ist. Wenn das aber schon reicht, um sich zu feiern, dann zeigt sich auch, wie bescheiden diese Ministerin geworden ist. Möglicherweise will sie uns aber auch schon heute auf den Inhaltsgehalt zukünftiger Pressekonferenzen des Kultusministeriums vorbereiten“, so die SPD-Politikerin am Freitag in Wiesbaden.

Denn eine weitgehend fehlerfreie Abwicklung der Geschäfte sei weniger als das absolute Mindestmaß, das an eine Regierung anzulegen sei und mit guter Politik habe das gar nichts zu tun, so Habermann weiter. „Ganz nebenbei ist dabei ein monströses Verwaltungsverfahren aufgebaut worden für etwas, was man eigentlich gar nicht braucht. Denn die Schulen wissen selbst am besten, wie Prüfungsaufgaben zu stellen sind und haben das vor 2007 übrigens auch jahrzehntelang erfolgreich bewiesen. Lieber sollten wir unsere Energie für Qualitätsverbesserung aufwenden und nicht dafür, die Schulen mit zentralen Prüfungen zu bevormunden“, so Habermann.