Günter Rudolph (SPD): Beer bekommt Aufpasser aus der CDU an die Seite gestellt

Die heutige Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wonach der ehemalige Wissenschaftsstaatssekretär Ralph Alexander Lorz neuer Staatssekretär im Kultusministerium werden soll, hat der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion als „exemplarisch für das zerrüttete Verhältnis zwischen FDP und CDU“ bezeichnet. „Offenbar traut die CDU Nicola Beer nicht. Warum sonst soll nun ein gestandener CDU-Mann ihr Staatssekretär werden“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Wiesbaden.

Rudolph kritisierte, dass sowohl Lorz als auch Beer jegliche Erfahrungen im Schulbereich fehlten. „In der Schulpolitik muss Hessen wieder gestaltet werden. Wie dies von einer Hausspitze erreicht werden kann, die sich in der Schulpolitik nicht auskennt, ist uns schleierhaft“, sagte Rudolph. Nicola Beers Verständnis von Bildungspolitik sei ja hinlänglich bekannt. „Frau Beer hat sich ja insbesondere mit der Einführung von Studiengebühren in Hessen einen Namen gemacht. Von der größten bildungspolitischen Herausforderung, nämlich Bildungswege unabhängig vom Geldbeutel zu öffnen, versteht sie hingegen nichts“, so Rudolph.