Gerhard Merz (SPD): Kritik Hahns ist integrationspolitisches Ablenkungsmanöver

Der integrationspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Gerhard Merz hat die Kritik des hessischen Integrationsministers Jörg-Uwe Hahn an dem in NRW eingeführten Islamunterricht anlässlich der Integrationsministerkonferenz in Saarlouis als „erneutes integrationspolitisches Ablenkungsmanöver“ bezeichnet.

„Minister Hahn ist höchstens noch darin eifrig, sein Nichtstun zu verstecken. Anstatt zu Handeln und die Einführung des Islamunterrichts in Hessen schneller voran zu treiben, ergeht er sich in Kritik an anderen. Produktive, zukunftsfähige Politik sieht anders aus“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Wiesbaden. „Ist Hahn nur getrieben vom Neid der Besitzlosen?“

Merz lobte, dass sich SPD und Grüne in NRW dem Thema Islamunterricht direkt und mit Nachdruck gewidmet hatten. „Unabhängig von einer abschließenden inhaltlichen Bewertung des Islamunterrichts in Nordrhein-Westfalen muss man konstatieren, dass die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen es geschafft hat an einem Strang ziehen und gemeinsam mit den islamischen Gesprächspartnern zu einer Lösung zu kommen“, sagte Merz. „ Davon ist man in Hessen leider weit entfernt.“