Petra Fuhrmann (SPD): Weltverbrauchertag mahnt die Politik

Der heutige, unter dem Motto „Unser Geld, unsere Rechte“ stehende 50. Weltverbrauchertag, ist nach Ansicht der verbraucherpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagfraktion, Petra Fuhrmann, von hoher Bedeutung.

Für Ministerin Puttrich sei Verbraucherschutz allerdings ein Fremdwort. Wichtige Impulse fehlten, Initiativen versandeten oder würden mit dem Hinweis, dass zuerst ein Konsens aller Bundesländer gefunden werden müsse, in Hessen verschleppt. „Puttrich versteckt sich hinter ihrer Amtskollegin Aigner, statt aus ihrem Schatten zu springen.“

„Die Verbraucherinnen und Verbraucher bedürfen insbesondere in Krisenzeiten fachgerechter Aufklärung und Beratung in Finanzfragen. Diese Aufgabe kann in Hessen die Verbraucherzentrale erfüllen, nur leider ist sie völlig unterfinanziert“, beklagte Fuhrmann. Die Landesregierung müsse sicherstellen, dass kein Angebot der Verbraucherarbeit auf der Strecke bleibe.

„Wir brauchen zweifellos strengere Regeln für Finanzvermittler, kurze Überweisungsfristen und eine Überprüfung aller immer noch erhobenen Gebühren für Selbstverständlichkeiten im Finanzdienstleistungsbereich“, sagte Fuhrmann. Noch viel zu häufig würden im Zahlungsverkehr oder bei der Bargeldabhebung Gebühren erhoben.

Grundsätzlich, so Petra Fuhrmann, mahne der Weltverbrauchertag die Politik, erheblich mehr zu tun als es derzeit der Fall sei. Gerade der Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher auf dem Finanzdienstleistungsmarkt vor schwarzen Schafen bedürfe noch erheblicher Anstrengung.