Petra Fuhrmann (SPD): Von Gleichstellung bei CDU und FDP wenig zu sehen

Als „deprimierend“ hat die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Petra Fuhrmann die Aufstellung von nur vier Frauen für die Bundesversammlung aus den Reihen der Regierungskoalition bezeichnet. „Dass die FDP mit Frau Beer nur eine einzige Frau benennt und darüber hinaus sieben Männer zur Wahl schickt ist schlimm genug, aber angesichts des Rufes der Fraktion nicht sonderlich überraschend“, so Fuhrmann. Dass die CDU mit einem Frauenanteil von 16,6 Prozent nach Berlin reise, sei aber armselig.

Während die Delegationen der Oppositionsfraktionen je zur Hälfte aus Frauen bestünden, habe die CDU gerade einmal drei Wahlfrauen, aber 15 Wahlmänner benannt. Sie verstehe nicht, was so schwierig daran sei, Frauen für die Bundesversammlung zu nominieren. „Schwarz-Gelb hat es offenbar vorgezogen, die Liste weitgehend aus den eigenen Reihen zu besetzen. Wenn in den eigenen Fraktionen aber nicht genügend Frauen für die Wahl zur Verfügung stehen, kann man auch externe Wahlfrauen berufen“, meinte Fuhrmann. Eine scheidende Oberbürgermeisterin zu nominieren, sei nett gemeint, aber gleichstellungspolitisch absolut ungenügend.