Petra Fuhrmann (SPD): Lebensmittelsicherheit gibt es nicht zum Nulltarif

Die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Petra Fuhrmann, begrüßte die Ankündigung des baden-württembergischen Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministers Bonde, die Zahl der Lebensmittelkontrolleure in seinem Bundesland aufzustocken und dafür den Städten und Landkreisen in den nächsten beiden Jahren jeweils 1,1 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

„Es ist gut für Baden-Württemberg, dass der zuständige Minister erkannt hat, dass Lebensmittelsicherheit nicht zum Nulltarif zu haben ist“, meinte Fuhrmann. Schlecht sei es hingegen für Hessen, dass Verbraucherministerin Puttrich dem Beispiel nicht folge. Auch die hessischen Kommunen bräuchten entsprechende finanzielle Unterstützung für bessere Personalstandards.

Trotz aller Skandale um verseuchtes, vergammeltes, verunreinigtes oder technisch verändertes Essen, hänge es fast immer noch vom Zufall ab, dass solche Verstöße ans Licht kommen. „Wer mehr Lebensmittelsicherheit und Transparenz der Überwachungssysteme will, kommt an Personalaufstockungen nicht vorbei“, ist Fuhrmann überzeugt.

Laut Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure müsste deutschlandweit die Zahl der Kontrolleure um etwa 1.200 erhöht werden, um eine angemessene Sicherheit zu gewährleisten. Dass die derzeitige personelle Ausstattung auch in Hessen hinter den Erfordernissen zurückbleibe, sei Fakt nicht Fiktion. Die SPD trete weiter dafür ein, den Bedarf für eine höhere Kontrolldichte zu ermitteln und die daraus resultierenden Maßnahmen umzusetzen. Das Land sei gefordert, Personalstandards festzulegen und mit den Städten und Kreisen über die Umsetzung zu verhandeln.