Gemeinsam gegen Deregulierung der Bodenverkehrsdienste vorgehen

Als gutes Zeichen gegen eine weitere Deregulierung der Bodenverkehrsdienste an europäischen Flughäfen werteten Uwe Frankenberger, wirtschaftspolitische Sprecher und Wolfgang Decker, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion, heute in Wiesbaden die Verabschiedung eines gemeinsamen Antrages von SPD, CDU, FDP und BÜNDNIS 90/ Die Grünen. Es sei gut, politische Kräfte zu bündeln, um entschieden gegen die geplante EU-Verordnung vorzugehen, die auch die Fraport AG und vor allem die Arbeitnehmer am Flughafen Frankfurt hart treffen würden.

Der Antrag fordere die Landesregierung auf, sowohl auf Bundes-, als auch Europaebene dagegen zu intervenieren.

„Eine weitere Deregulierung würde Billiganbietern Tür und Tor öffnen mit der Folge, dass es kurz über lang zu Lohndumping und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen käme. Die Bediensteten leisten in der jetzigen Betriebsform gute Arbeit. Dies muss auch in Zukunft durch vernünftige Bezahlung honoriert werden, gerade auch, weil es sich in hohem Maße um sicherheitsrelevante Tätigkeiten handelt“, so Decker und Frankenberger.

Bei der Einführung der derzeit geltenden EU Richtlinie hätten eine Vielzahl der Arbeitnehmer der Bodenverkehrsdienste bereits Verschlechterungen der Arbeits- und Lohnbedingungen hinnehmen müssen. „Weitere Verschlechterungen sind mit uns nicht zu machen“, erklärten die Abgeordneten für ihre Fraktion und kündigen an, dies auch in Brüssel deutlich zu vertreten.