Heike Habermann (SPD): Landesregierung bekommt blauen Brief für Inklusionspolitik

Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Habermann hat die gestern veröffentlichten Ergebnisse einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, wobei Hessen im Bundesländervergleich beim Thema Inklusion auf den hinteren Plätzen rangiert, als „nicht zu überhörenden Weckruf für die Landesregierung“ bezeichnet. „Bertelsmann stellt Hessen einen blauen Brief für Inklusion aus“, sagte Habermann am Freitag in Wiesbaden. Bei der Inklusion an weiterführenden Schulen liege das Land auf dem vorletzten, bei den Grundschulen auf dem drittletzten Platz.

„Die Kultusministerin hat beim Thema Inklusion vollständig versagt. Diese Landesregierung weigert sich, die notwendigen Weichenstellungen für eine Schule vorzunehmen, in der Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet und individuell gefördert werden. Die Verwirklichung der Inklusion ist ihr keinen zusätzlichen Cent wert. Die Kinder in Hessen und deren Eltern, die mit der Neuregelung im Hessischen Schulgesetz Hoffnungen verbunden haben, verdienen etwas Besseres“, sagte die SPD-Politikerin.

„Die SPD wird sich weiter dafür einsetzen, dass die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung endlich auch in Hessen mit Leben gefüllt wird und fordert die Landesregierung auf, Worten endlich Taten folgen zu lassen“, so Habermann.