Wahlfreiheit an kooperativen Gesamtschulen nur kleiner Schritt

Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Habermann hat die Forderung der SPD nach einer Rückkehr zu G9 an den hessischen Kooperativen Gesamtschulen erneuert. „Im Jahr 2008 haben wir im Landtag tatsächlich einige richtige Beschlüsse fassen können – so auch die Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 an Kooperativen Gesamtschulen. Diesen Beschluss hat der Landtag sogar einstimmig gefasst. Mehr, nämlich die generelle Rückkehr zu G9 mit einer verkürzten Schulzeit (G8) als Ausnahme, ging nicht – auch nicht mit den Grünen“, erklärte Habermann heute in Wiesbaden.

Damit blieben auch die nachvollziehbaren Interessen der Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien nach wie vor unberücksichtigt. In der Folge leide immer noch eine Mehrzahl der Kinder unter den Folgen der vermurksten G8-Reform – mit einer „Wahlfreiheit“, die die Grünen wie eine Monstranz vor sich her trügen, habe dies auch nichts zu tun, stellte Habermann klar.

„Wenn man politische Verantwortung tragen und gestalten will, muss man auch die Kraft für Grundsatzentscheidungen haben. Und die generelle Rücknahme der Schulzeitverkürzung ist eine solche Grundsatzposition der SPD, zu der wir stehen – ein intelligentes G8-Modell ist aber als Ausnahme ebenso wie dies auch früher war, denkbar. So haben wir es auch in unserem Schulgesetzentwurf verankert“, erläuterte die Schulpolitikerin.

Dass der Wechsel zu G9 problemlos möglich sei, hätten die letzten drei Jahre eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Es sei nach wie vor eine Frage des politischen Willens. Die SPD haben den Willen, die Forderung nach einer Rückkehr zu G9, die in Beschlüssen unter anderem der GEW, des Philologenverbandes, des Landschülerrats, des Landeselternbeirats oder auch der Stadt- und Kreiselternbeiräte zum Ausdruck gekommen sei, werde die SPD weiter ernst nehmen und für ihre Umsetzung kämpfen, unterstrich Habermann.