Uwe Frankenberger (SPD): Schildbürgerstreich erster Klasse

Als „Schildbürgerstreich erster Klasse“ bezeichnete der Kasseler SPD-Landtagsabgeordnete Uwe Frankenberger die ungerechtfertigten und maßlosen Fahrpreisforderungen der Deutschen Bahn, über die u. a. die HNA berichtet hat.
Zu Pfingsten verlangt die Bahn dem Kunden wegen Bauarbeiten und Umleitungen auf den Bahnstrecken, zum Beispiel auf der Strecke Frankfurt – Kassel – Göttingen, einen übermäßig höheren Preis für Fahrkarten ab. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion kritisierte, dass dieses Vorgehen nicht im Sinne des Verbrauchers und des treuen Bahn-Kunden sei.
Dem einzelnen Bahnkunden falle die Preissteigerung nur auf, wenn er den normalen Fahrpreis kenne. Die Deutsche Bahn erklärte, dass es aufgrund der Komplexität des Fahrplans nicht möglich sei, eine Anpassung der Preise bei kurzfristigen Baumaßnahmen durchzuführen.
„Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein Unternehmen wie die Bahn in dieser Situation einen Kartenverkauf nicht unbürokratisch und nachvollziehbar organisieren kann“, wunderte sich Frankenberger auch mit Blick auf die Erklärungsnot der Verantwortlichen.
„Das kann und darf nicht Strategie eines Unternehmens wie der Bahn sein, die ihre Kunden an sich binden und mit klugen Konzepten von der Straße auf die Schiene bewegen will“, sagte der SPD-Verkehrsexperte.