Timon Gremmels (SPD): CO2-Konzept der Landesregierung greift zu kurz

Den heute vorgelegten Bericht der Landesregierung zur CO2-Bilanz hat der Sprecher für Erneuerbare Energien der SPD-Landtagsfraktion Timon Gremmels als „nicht weitreichend genug“ bezeichnet. „Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass auch private Haushalte mit der Hilfe von Förderprogrammen ihre Wohnungen und Häuser energieeffizient modernisieren können“, sagte Gremmels am Donnerstag in Wiesbaden. Das Projekt „CO2-neutrale Landesverwaltung“, dass dem Land Hessen bis 2030 eine klimaneutrale CO2-Bilanz bescheren soll, sei in der Kernidee zwar lobenswert, aber ein Tropfen auf den heißen Stein. „Die wirklichen Einsparpotentiale liegen vor allem in der Haussanierung und im Neubau. Hier muss die Regierung ein stichhaltiges Konzept und Förderprogramme vorlegen“, so Gremmels. Bislang habe sie hier allerdings kontraproduktiv gearbeitet und etwa das SPD-Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energie und das Gesetz zur Nutzung Erneuerbarer Wärmeenergie in Hessen im Landtag abgelehnt.

Darüber hinaus kritisierte Gremmels auch den Plan der Regierung, sich zunehmend mit dem Kauf von CO2-Zertifikaten freizukaufen. „Wir müssen beim Thema Klima global denken und lokal handeln“, sagte Gremmels. Die Kompensationsmaßnahmen müssten in Hessen vorgenommen werden und nicht irgendwo auf der Welt. CO2-Zertifikate werden etwa für Aufforstungsprojekte in Süd- oder Nordamerika ausgegeben.