Petra Fuhrmann (SPD) fordert Kennzeichnung laktosearmer Produkte

In Deutschland leidet etwa jeder Siebte unter Milchzuckerunverträglichkeit. Menschen, die an dieser Laktoseintoleranz erkrankt sind, steht ein spezielles Sortiment laktosefreier Produkte zur Verfügung, die zum Teil allerdings mehr als doppelt so teuer sind, wie herkömmliche Vergleichsprodukte. Das belegt eine Marktstichprobe, die die Verbraucherzentrale Hessen im November 2010 in Frankfurt am Main durchgeführt hat.
Die Tatsache, dass von Natur aus laktosearme Produkte, wie bestimmte Käsesorten und Butter, auch für Menschen mit Laktoseintoleranz gut verträglich sind, wird von Herstellern laktosefreier Spezialprodukte verschwiegen. Diesen Zustand kritisierten die Verbraucherzentrale Hessen und die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Petra Fuhrmann, scharf. „Hersteller von Spezialprodukten profitieren von der schwierigen Lebenssituation der Betroffenen. Dem Verbraucher wird suggeriert, er könne nur mit teuren laktosefreien Spezialprodukten die typischen Verdauungsbeschwerden umgehen“, erklärte Fuhrmann. Da die Menge der enthaltenen Laktose bis dato nicht auf der Produktverpackung vermerkt werden müsse, forderte Fuhrmann klare Kennzeichnungsvorschriften für den Laktosegehalt von Lebensmitteln.
„Dem Verbraucher muss auf den ersten Blick klar sein können, welche Produkte von Natur aus laktosearm sind und welche vom Hersteller als speziell laktosefrei verkauft werden“, forderte Fuhrmann.
Schon Anfang Dezember hat sich die sozialdemokratische Verbraucherschützerin Fuhrmann gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Hessen für die Regionalkennzeichnung von Lebensmitteln stark gemacht. „Die Kennzeichnung von laktosearmen Produkten ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung“, so Fuhrmann.