Petra Fuhrmann (SPD) fordert Verbot für Ethanol-Kamine

Gerade zur Winter- und Weihnachtszeit erfreuen sich so genannte Ethanol-Kamine großer Beliebtheit bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Werbung suggeriert gemütliche Kaminatmosphäre für jeden Haushalt. „Die dekorativen Feuer sind aber extrem gefährlich“, warnt die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Petra Fuhrmann.

Die Geräte werden mit dem Brennstoff Ethanol gefüllt, der bei Temperaturen über 21 Grad Celsius gemeinsam mit Luft ein leicht entzündliches und sogar explosionsfähiges Gemisch bildet. Aufgrund seiner leichten Entzündbarkeit wird Ethanol auch gezielt als Brandbeschleuniger eingesetzt. „Es ist absolut unverantwortlich, Dekorationsartikel mit einem derartig gefährlichen Brennstoff im Handel anzubieten“, so Fuhrmann.

Im vergangenen Monat musste eine 40-jährige Frau aus Schleswig-Holstein am eigenen Leib erfahren, wie gefährlich die vermeintlich gemütlichen Deko-Feuer tatsächlich sind. Beim Befüllen ihres Wandkamins kam es zu einer größeren Verpuffung oder Explosion, sodass die Frau mit schweren Verbrennungen an Gesicht und Oberkörper ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Sie erlag später ihren Verletzungen.
Auch Stiftung Warentest habe festgestellt, dass das Lagern und Umfüllen von Ethanol in privaten Räumen immer ein erhöhtes Brandrisiko darstellt und habe vor hohen gesundheitlichen Schäden gewarnt, sagte die SPD-Politikerin.

Auch die Tatsache, dass es für handelsübliche Ethanol-Kamine keine überwachten Sicherheitsstandards gibt, empörte Fuhrmann. „Ethanol-Kamine tragen bislang kein Zeichen für geprüfte Sicherheit (GS-Zeichen), das bei vielen anderen weniger gefährlichen Produkten eine Selbstverständlichkeit ist“, erklärt Fuhrmann. „Ethanolkamine sind nachweislich lebensgefährlich und sollten daher verboten werden“, so Fuhrmann.