Die Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen muss erhalten werden

Die Mittelkürzungen für Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen bezeichnete die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Brigitte Hofmeyer bei der Plenardebatte am Donnerstag als „Katastrophe“. Das Vorhaben der Landesregierung, 75 Millionen Euro für die Schulen und Hochschulen im nächsten Jahr zu streichen, komme dem Offenbarungseid einer verfehlten Bildungspolitik gleich, so Hofmeyer in Wiesbaden. In dieser Kürzung seien 200.000 Euro enthalten, die nun zu Lasten des sinnvollen Projekts „Schule und Sportverein“ gingen. CDU und FDP nehmen mit dieser Kürzung billigend in Kauf, dass hessenweit Tausende von Schul-Sportstunden ausfielen. Dies passe weder zu den Aussagen der Kultusministerin, Ganztagsangebote auszuweiten, noch zum Vorhaben der stärkeren Einbindung der Vereine in Schulen.

„Was die Landesregierung in Sonntagsreden propagiert, wird hier mit einem Federstrich zunichte gemacht“, kritisiert Hofmeyer. Haushaltssanierung auf dem Rücken der Kinder sei ein unglaublicher Vorgang. Die Kürzung bedrohe das Nachmittagsangebot an Schulen in ganz Hessen und gefährde gleichzeitig die gute Zusammenarbeit mit Sportvereinen.
Gerade in Zeiten, wo es immer mehr übergewichtige Kinder gäbe, bedürfe es solch wichtiger Kooperationen und zusätzlicher Sportangebote. Vielen Kindern könne nur so der Weg zu Vereinen geebnet werden und vor allem Kinder aus sozial schwächer gestellten Familien hätten oft nur so eine Chance, kostenlos unter professioneller Anleitung Sport zu treiben.

„Acht Euro je Übungsleiterstunde waren bestangelegtes Geld. Wer an dieser Stelle kürzt, spart ein bewährtes und gut funktionierendes System kaputt“, stellte Hofmeyer fest. „Gemeinsame sportliche Aktivitäten sorgen außerdem wie keine andere Gruppierung für Integration – für Kinder mit Migrationshintergrund genauso wie für Kinder mit einer Behinderung“. Die SPD fordere daher die sofortige Rücknahme der Mittelkürzung beim Projekt „Schule und Sportvereine.“