Manfred Görig (SPD): Im Gebäudebestand liegen enorme Einsparpotenziale

Mit ihrem Gesetz zur Nutzung Erneuerbarer Wärmeenergie in Hessen will die SPD enorme Energie-Einsparpotenzials im Gebäudebestand realisieren. „Bisher wurden die Chancen zur Nutzung der Erneuerbaren Energien im Gebäudebestand nur unzureichend ausgeschöpft. Dabei gäbe es eine ganze Reihe durchdachter, technisch ausgereifter Anlagen zur Erzeugung von Wärmeenergie“, sagte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Manfred Görig bei der Landtagsdebatte am Mittwoch in Wiesbaden. Er führte aus, dass 40 Prozent des Energieverbrauchs auf den Gebäudebestand entfielen. 30 Prozent der CO2-Emissionen würden durch Heizwärme und Wassererwärmung produziert. Diese Emissionen gelte es einzusparen, hier liege ein enormes Potenzial.

In der heutigen Dritten Lesung zu dem von der SPD vorgelegten „Hessischen Erneuerbaren Energien und Wärme Gesetz“ verdeutlichte der Umweltpolitiker noch einmal, dass es das primäre Anliegen der SPD-Fraktion sei, das bereits für Neubauten geltende Bundesrecht, nun auch auf die Bestandsbauten auszuweiten. „Wir wollen diese Pflicht nun auch bei einem notwendigen Austausch von Heizanlagen umgesetzt wissen“, so Görig. Der Pflichtanteil soll durch solare Strahlungsenergie, Biogas, durch flüssige oder feste Biomasse, Geothermie oder Umweltwärme erreicht werden.

Weiterhin führte Görig aus, dass zur Erreichung der Klimaziele eine Kombination aus Förderung und Nutzungspflichtmodell erforderlich sei. Die Kombination beider Modelle erziele die größtmögliche Lenkungswirkung.