Hundekunde für alle ist die beste Maßnahme für Tierschutz und Sicherheit

Mit der Veranstaltung „Halterkunde statt Rasseliste“ will die SPD-Landtagsfraktion in Hessen eine zeitgerechtere Hundeverordnung, bevorzugt in Gesetzesform, initiieren. „Hundehaltung ist ein Volksthema. Das wird von der Politik gerne unterschätzt“, erläuterte die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD, Dr. Judith Pauly-Bender, am Montag. Dabei betonte die SPD-Politikerin, dass ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang des Halters mit seinem Hund nicht nur im Interesse des Tierschutzes und der Öffentlichkeit liege. Hundekunde schütze auch Halter vor übereilten Hundekäufen, vermittele, was man über Hunde wissen müsse, und kläre auf, wie viel Kraft und Zeit die Hundeerziehung koste.

Nach dem Scheitern der Dogs-Petition im Deutschen Bundestag sind Pauly-Bender zufolge jetzt die Länderebenen im Fokus, entsprechende Schritte einzuleiten. Die SPD-Politikerin zeigte sich zuversichtlich, dass die hessischen Politikerinnen und Politiker parteiübergreifend Einigkeit in Bezug auf das Hundewesen erzielten und eine zeitgerechte Lösung finden würden.

So wirbt die SPD-Politikerin für mehr Hundekunde und Verantwortung bei allen Hundehaltern. Einen Hund führen können, sei die beste Vorbeugung gegen Beißvorfälle. Für die Minderzahl von Hunden, die nicht so gut geführt würden, müssten selbstverständlich Ordnungsregeln getroffen werden: Die SPD wirbt darum, wieder allein den „gefährlichen Hund“ in den Fokus der Gesetzgebung zu rücken. Rasseunabhängig solle ohne wirksame Sonderauflagen überhaupt kein als bekannt beißgeneigter Hund geführt werden dürfen.

Mit Experten aus Forschung, Medizin, Training, Sport, Gebrauchshunde-, Zucht- und Versicherungswesen sowie den Parteienwürden derzeit Grundlagen geschaffen, aus denen ein hessisches Mustergesetz entstehen könnte, das die Sicherheit im Vorfeld von Unfällen erhöht. Basis sei ein größeres Hundewissen und Führungsverantwortung aller Halter setzt.