Sabine Waschke (SPD): Hessen muss ein moderner Wirtschaftsstandort werden

„Für unser Bundesland Hessen – früher das wirtschaftsstärkste Land in Deutschland – ist ein nachhaltiges Konzept zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Hessen dringend notwendig“, sagte die mittelstandspolitische Sprecherin Sabine Waschke am Dienstag in der Haushaltsdebatte des Hessischen Landtags. Davon sei aber derzeit in den Regierungshandlungen nichts erkennbar. Wer den Wirtschaftsstandort Hessen stärken wolle, so Waschke, müsse in die Menschen investieren. Deswegen fordere die SPD die Aus- und Weiterbildung stärker zu fördern und ausbildungsbegleitende Hilfen, Verbundausbildungen und regionale, innovative Projekte zu stärken. Die Ausbildungslage in Hessen sei schließlich nach wie vor nicht entspannt, auch wenn schwarz-gelb hier den Worten des Ministerpräsidenten zu Folge offenbar einen anderen Eindruck vermitteln wolle.

Der SPD gehe es besonders um so genannte Altbewerberinnen und Altbewerber. Sie steckten in Warteschleifen oder schulischen Angeboten. „Es ist schwer zu vermitteln, dass die Wirtschaft zunehmend über Fachkräftemangel klagt und auf der anderen Seite junge Menschen ohne Ausbildungsplatz sind. Hier sind gemeinsame Anstrengungen nötig,“ sagte Waschke.

Ein weiterer Schwerpunkt für die SPD in Hessen sei die Elektromobilität. „Hier muss der Automobilstandort Hessen die Nase vorn haben“, so Waschke. Beim Faktor Elektromobilität sei das Land bislang jedoch unter seinen Möglichkeiten geblieben. Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die sich dem Wandel hin zu alternativen Antriebstechniken öffnen und in diesem Bereich forschen und entwickeln, müssten stärker unterstützt werden.

Um auch künftig mit der weltweiten Konkurrenz mithalten zu können, müsse sich die Landesregierung hier sehr viel stärker engagieren. „Wir laufen wieder einmal Gefahr, in einem wichtigen Zukunftsfeld abgehängt zu werden. Wir müssen gerade in diesem Zukunftsmarkt mehr tun. Der Industriestandort Hessen muss entwickelt und gestärkt werden. Dafür brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte“, sagte die Sozialdemokratin.