Günter Rudolph (SPD): Unterricht muss durch vollwertige Pädagogen erfüllt werden

Den Plänen der Hessischen Landesregierung, künftig die Unterrichtsabdeckung auch durch Leiharbeiter sicherzustellen, erteilte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph eine klare Absage.

„Der Unterricht an unseren Schulen muss von voll ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt werden und diese sollen auch künftig ordentliche Mitarbeiter des Landes sein. Wir wollen weder eine Privatisierung von Bildung noch eine Dequalifizierung des Lehrerberufs“, stellte Rudolph klar.

Anstatt Tür und Tor für alle möglichen und unmöglichen Anbieter zu öffnen, forderte Rudolph von der Landesregierung die Bedingungen an den Schulen so zu verbessern, dass der Lehrerberuf auch weiterhin attraktiv sei. Dazu gehöre insbesondere eine ausreichende Zahl an Planstellen, auf denen die Lehrkräfte geführt werden könnten. Ferner müssten die Anstrengungen, auch Quereinsteiger für den Lehrerberuf zu gewinnen, gerade bei dem bevorstehenden Lehrermangel verstärkt werden.

„Wenn wir qualifizierte Quereinsteiger haben wollen, müssen wir ihnen auch finanziell Anreize dazu bieten. Vor allem muss in der Phase der pädagogischen Ausbildung, die Quereinsteiger nachholen müssen, bereits ein ordentliches Gehalt gezahlt werden. Nur so können wir Berufstätige, die bereits im Leben stehen und finanzielle Verpflichtungen haben, auch vernünftig anwerben“, unterstrich Rudolph.

Abschließend forderte Rudolph die Landesregierung auf, den neuen § 15b aus dem Schulgesetzentwurf wieder zu streichen. Seitens der SPD-Landtagsfraktion bot er an, bei den bevorstehenden Haushaltsberatungen für das Jahr 2011 die finanziellen Rahmenbedingungen für die Schulen gemeinsam und konstruktiv entsprechend zu gestalten.