Dr. Judith Pauly-Bender (SPD): Der Tierschutz ist eine große Kraft in Hessen

Im Rückblick auf die SPD-Veranstaltung „Tierschutz aktuell“ am 26.8.2010 zeigte sich die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion zufrieden. „Dies ist ein erster Schritt hin zu einer intensiven Diskussion, die wir führen wollen. Gut 300 Gäste haben auf Einladung von Tierschutzpolitik und Landestierschutzverband den Weg in den Hessischen Landtag gefunden. Ziel war, unter der fachlichen Beratung von Dr. Udo Gansloßer und Günther Bloch, beide über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkannte Kynologen, über den Weg zu einer deutschen Hundehalterkunde zu sprechen.“

Der große Zuspruch von Hundeschulen, Tierärzten, Therapeuten, tierschutzbewussten praktizierenden Wesenstestern in Hessen, der hessischen Polizeihundestaffel, verschiedener kommunaler Ordnungsbehörden, dem Hundesport, dem VDH, den Tierheimen, den Tierschutzvereinen und Organisationen, dem Landestierschutzbeirat und aus der Politik habe gezeigt, so Pauly-Bender, wie groß das Tierschutzbewusstsein rund um das Thema ist.

Die Tatsache, dass nahezu alle Anwesenden dem Wiesbadener Manifest für Hundekunde beigetreten sind, lässt Pauly-Bender hoffen: „Die Rasseliste hat sich nicht bewährt, die Beißstatistik über die letzten 10 Jahre belegt den Anstieg der Vorfälle. Alle Beteiligten, auch das Hessische Innenministerium, wissen, dass sich das Problem beim Umgang mit Hunden am anderen Ende der Leine befindet. Der Mensch entscheidet, ob und wie sich Hunde in das Leben mit Menschen einfügen. Und die Politik muss das ihre tun, damit Hunderttausende von Hundebesitzern, die nichts anderes wollen, als mit ihren Hunden friedlich zu leben, gesellschaftlich anerkannt bleiben." Diese große gesellschaftliche Gruppe erwarte, dass die Politik hilft, einer verschwindend kleinen Gruppe von Menschen, die in der tierschutzgerechten Hundeerziehung versage, und die deshalb mit ihren Tieren auffällig werde, unter dem Motto „Tierhalter und Tierschutz für Hundekunde“ ein neues Leitbild vor Augen zu führen.
„In diesem Sinne war und ist es der Zweck der genannten Veranstaltung und derer, die noch folgen werden, den Dialog zwischen Politik und Öffentlichkeit zu fördern, einen Dialog, von dem beide Seiten großen Nutzen haben könnten, wenn er mit offenen Sinnen und offenen Ohren geführt wird“, so die SPD-Sprecherin.
Die nächste Veranstaltung in der Reihe werde wiederum eine Kooperationsveranstaltung über die Parteiengrenzen hinaus sein, „diesmal in gemeinsamer Vorbereitung durch SPD und Bündnis 90/Die Grünen, und dann hoffentlich unter Beteiligung und mit Unterstützung aller Fraktionen im Hessischen Landtag. Die Veranstalter jedenfalls werden alles dafür tun, das Bündnis für Hundekunde so offen wie möglich zu halten. Wir hoffen dann selbstverständlich auch auf den neuen Innenminister Boris Rhein!“ so Pauly-Bender abschließend.