Petra Fuhrmann (SPD): Kein Klebefleisch in hessischen Kühlregalen

Zur klaren Absage des Europaparlaments, so genanntes „Klebefleisch“ zuzulassen, erklärte die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Petra Fuhrmann: „Wer rohen Schinken kaufen will, erwartet ein Stück gewachsenes Muskelfleisch und keine zusammengeklebten Kleinstfleischstücke.“ Fleischreste mit dem Schweineblut-Enzym Thrombin zu verkleben und als Schinken zu verkaufen, sei geschmacklos und eine klare Irreführung der Verbraucherinnen und Verbraucher.
Fuhrmann begrüßte das mit knapper Mehrheit und gegen die Stimmen von Konservativen und Liberalen durchgebrachte Veto des EU-Parlaments gegen die von der EU-Kommission geplante Zulassung des Enzyms für die Wurstherstellung. „Es ist höchste Zeit, dass sich auch die Landesregierung gegen derartige Manipulationen der Lebensmittelbranche ausspricht.“ Immer mehr Mogelpackungen in den Regalen, immer dreistere Kunstprodukte im Supermarkt seien ein dringender Grund zu handeln.
„Die Klebe-Technik ist auch gesundheitlich nicht unbedenklich“, kritisierte Fuhrmann. „Die vielen Einzelteile mit ihrer größeren Oberfläche bergen ein viel größeres Risiko, von Salmonellen und Bakterien befallen zu werden.“
Zudem wies die SPD-Politikerin darauf hin, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auch nicht erkennen könnten, dass es sich bei ihrem Schinken eigentlich um Klebefleisch handelt „Ich erwarte von der Verbraucherministerin, dass sie die dreiste Verbrauchertäuschung beendet und sich für eine Kennzeichnungspflicht aller Stoffe einsetzt, die zum Zusammenkleben von Fleisch und Wurst verwendet werden.