Stärkung des Luft- und Raumfahrtschwerpunkts für Hessen dringend geboten

Für eine Stärkung des Luft- und Raumfahrtstandortes Hessen hat sich der SPD- Landtagsabgeordnete Michael Siebel heute im Hessischen Landtag ausgesprochen. Mit den europäischen Kontrollzentren ESA und EU-METSAT und mit dem Centrum für Satellitennavigation (cesah) seien wichtige Einrichtungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt konzentriert, die bereit seien, ein „Hessen Cluster Luft- und Raumfahrt“ zu begründen.

„Der Standort ist europaweit anerkannt und bedarf der Förderung der Stadt, aber in Zukunft auch des Landes. Ich fordere die Landesregierung auf, mit Hochdruck daran zu arbeiten, die Erweiterungsoptionen für EU-METSAT schnell zu einem positiven Verhandlungsergebnis zu führen“, so Siebel. Die Stadt habe ihrerseits die Voraussetzungen für die Erweiterung der ESOC geschaffen. Jetzt sei die Hessische Landesregierung gefordert.

Siebel forderte darüber hinaus, den Technologietransfer zwischen den universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Bereich der Luft- und Raumfahrt zu strukturieren und zu fördern. „Wir haben bezüglich funktionierender Strukturen des Technologietransfers in Südhessen einen erheblichen Nachholbedarf. Es kann nicht sein, dass Mittel- und Nordhessen uns den Rang ablaufen und die wirtschaftsstarke Region Darmstadt mit ihrem Potentialen hinten anstehen muss“, kritisierte Siebel die ungenügenden Initiativen der Hessischen Landesregierung im Bereich des Technologietransfers.

Der Abgeordnete unterstrich aber die Bereitschaft der SPD-Fraktion, an einem „Technologiecluster Luft- und Raumfahrt Hessen“ konstruktiv mitzuarbeiten. Deshalb kündigte Siebel für die SPD eine Große Anfrage an, in der die Landesregierung ihre Strategie darlegen könne und dann der Landtag seinerseits Initiativen ergreifen werde.