Dr. Thomas Spies (SPD): Sportvereine bei Integration unterstützen

„Das Land muss dringend die Arbeit der Sportvereine bei der Integration benachteiligter Kinder unterstützen. Deshalb tragen wir die Initiative des Landessportbundes ganz entschieden mit“, sagte Dr. Thomas Spies, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, heute in der Plenarsitzung des Hessischen Landtags.

Kürzlich hatte der Landessportbund Hessen dazu aufgerufen, die soziale Ausgrenzung von Kindern von Geringverdienern und Hartz-IV-Empfängern zu verhindern und ihnen die Möglichkeit zur Mitgliedschaft in Sportvereinen zu eröffnen. Schließlich könne mit dem Hartz-IV-Satz von 3,90 Euro pro Monat eine erfüllenden Freizeitgestaltung nicht erfolgen, so damals der Landessportbund.

„Sport und Bewegung gehören auch zu den wichtigsten Maßnahmen zur vorbeugenden Verbesserung der Gesundheit im Kindesalter“, betonte Spies. Gerade Kinder aus benachteiligten Verhältnissen seine von Bewegungsmangel und Übergewicht besonders betroffen. Zugangsbarrieren zum Sport müssten deshalb unbedingt vermieden werden. Dabei sei es mit Beitragsreduzierungen etc. nicht getan. „Integration von benachteiligten Kindern ist mehr als Beitragssponsoring“, so Spies. Vielmehr wären gerade die Trainer und Betreuer besonders gefordert, wenn Teilhabe für alle Kinder gelingen solle. Langjährige Erfahrungen aus der sozialen Arbeit zeigten, dass soziale Integration ein schwieriger Prozess sei.

„Das Land muss sich deshalb organisatorisch, fachlich und finanziell an dieser Aufgabe beteiligen“, so Spies. Sportvereine könnten damit nicht allein gelassen werden. Insbesondere die Unterstützung und Fortbildung von Betreuern stelle eine große Herausforderung dar, mit der man Vereine und Ehrenamtliche nicht allein lassen dürfe. „Wer ernsthaft Chancengleichheit für alle Kinder auch bei Gesundheit und Sport will, der muss hier sehr viel mehr tun, als es Hessen bisher macht“, sagte Spies.