Michael Siebel (SPD): GTZ für Hessen und Rhein-Main erhalten

Für einen Erhalt der Arbeitsplätze und des Hauptsitzes der GTZ sprach sich heute der Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Entwicklungszusammenarbeit, Michael Siebel, aus. Die von Bundesminister Niebel verfolgte Zusammenlegung der GTZ, des DED und von Invent sei sinnvoll, dürfe aber nicht dazu führen, die Vorteile des Standorts in Eschborn in Frage zu stellen. Für Rhein Main spreche die Nähe zum Flughafen und zur KfW, die ein wesentlicher Kooperationspartner der GTZ sei.

Siebel untermauerte seine Forderung mit Zahlen. So arbeiteten bei der GTZ 3.500 Mitarbeiter und zusätzlich seien 11.000 Menschen in den Ländern assoziiert. Beim DED seien es rund 250 Beschäftigte und 1.000 Entwicklungshelfer, bei Invent 800 Mitarbeiter. Die GTZ habe ein Jahresfinanzvolumen von 120 Millionen Euro, der DED von rund 1,3 Millionen Euro. „Es ist immer schwierig, unterschiedliche Unternehmenskulturen zusammenzuführen, aber bei der Zusammenführung muss die bisherige Größenordnung berücksichtig werden“, sagte der SPD-Politiker.

Der SPD-Abgeordnete unterstrich die bisherigen, hervorragenden Ergebnisse der GTZ. Das Geschäftsmodell sei mittlerweile fast einzigartig in der Welt. Dies führe auch dazu, dass zunehmend Aufträge aus anderen Ländern akquiriert werden könnten. Im letzten Jahr habe die GTZ eine Zuwachsrate von 12 Prozent verzeichnen können. Schon lange sei nicht nur das Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit Auftraggeber, sondern auch andere Ministerien, so auch das Umweltministerium.

Mit Blick auf Hessen sagte Siebel, dass eine Verstärkung der entwicklungspolitischen Aktivitäten der Hessischen Landesregierung notwendig sei. Die noch verbliebenen 260.000 Euro seien ein Tropfen auf den sprichwörtlich heißen Stein. „Auch wir Hessen müssen in viel größerem Umfang unsere Verantwortung für die Entwicklung benachteiligter Länder annehmen.“ Dazu gehöre natürlich der Einsatz der Landesregierung für die Firmen und Einrichtungen – wie die GTZ – die in Hessen maßgeblich beheimatet seien.