Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD): Ja zum Rettungsplan für Opel

Durch die Bürgschaften auf der Basis des vorgelegten Konzeptes sei eine tragfähige Lösung in Sicht. „Die Chance, dass Opel auf dieser Grundlage weiter bestehen kann, ist groß. Die Automobillandschaft ist ohne das Traditionsunternehmen Opel nur schwer vorstellbar, vor allem aber braucht Deutschland das Wissen und Können aller Opelaner, um als Industriestandort die Rolle in Forschung, Entwicklung und Fertigung zu behalten, die unser Land in Europa und der Welt spielt.“

Bei ihrer Entscheidung habe die SPD nicht nur die betriebswirtschaftliche sondern auch die volkswirtschaftliche Seite der Medaille bewertet, sagte Schäfer-Gümbel. Im Falle einer Insolvenz wären aus den Folgelasten auf die öffentliche Hand alleine im ersten Jahr Kosten in Milliardenhöhe zugekommen. „Insofern haben wir auch unserer Verantwortung gegenüber dem Steuerzahler Rechnung getragen.“

Schäfer-Gümbel dankte den Verhandlungsführern aus Bund und Ländern mit Ausnahme des „Schwarzen Barons“. „Das falsche Spiel des Bundeswirtschaftsministers war in keiner Weise hilfreich. Das Insolvenzgeschwätz ist für Opel wertschädigend und muss aufhören“, forderte der SPD-Politiker.