Manfred Görig: SPD an der Seite der Milcherzeuger

Görig sagte: „Die Milcherzeuger werden finanziell in die Knie gezwungen.“
Gerade diejenigen Betreiber, die gewachsen seien, weil man es ihnen geraten habe und die viel Fremdkapital dazu gebraucht hätten, treffe es hart. „Es geht nun ums nackte Überleben. Für diese Milchpreise kann keiner produzieren“, sagte der Abgeordnete am Donnerstag im Hessischen Landtag.

Die jetzige Situation sei durch falsche Entscheidungen herbeigeführt worden. Nur wenige Monate nach der zusätzlichen Erhöhung der Milchquote um zwei Prozent ab 1.4.2008 und dem Beschluss des EU-Agrarministerrats, in den nächsten fünf Jahren weitere sechs Prozent Quotenausdehnung vorzusehen, seien die Milchauszahlungspreise seit Herbst 2008 im freien Fall.

Die EU-Marktprognose habe wiederholt versagt. Sowohl der internationale Markt als auch der EU Binnenmarkt stagniere.

Görig kritisierte, dass viele Verbandsvertreter und die Lobbyisten der Milchindustrie weiterhin mehr Produktion in immer größeren Einheiten propagierten. „Das bedeutet das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft und das Ende der Landwirtschaft in schwierigen Mittelgebirgslagen.“