Heike Habermann (SPD): Abiturprüfungsdesaster muss Konsequenzen haben

Sie wies darauf hin, dass die Fehler in der diesjährigen Mathematikprüfung zwar besonders spektakulär waren, aber beileibe kein Einzelfall seien. Deshalb sei es nicht ausreichend, mit der Ankündigung von organisatorischen Konsequenzen und einem Termin zur freiwilligen Wiederholung der Prüfung wieder zur Tagesordnung überzugehen.

Die Kultusministerin müsse sich entscheiden, ob sie in der Tradition der hessischen Bildungspolitik des vergangenen Jahrzehnts Versäumnisse, Irrwege und Fehler unter den Teppich kehren und schönreden wolle oder ob sie tatsächlich den bildungspolitischen Murks beseitigen wolle, den insbesondere Kultusministerin Wolff (CDU) den Schulen in diesem Land hinterlassen habe, so Habermann.

Die Leidtragenden seien einmal mehr die Schüler, denen unnötiger Frust und zusätzliche Nervenbelastung zugemutet worden sei. Von gleichen Prüfungsbedingungen könne auch bei einer freiwilligen Wiederholung längst nicht mehr die Rede sein.

Die SPD-Fraktion forderte in einem Antrag, eine Anhörung des zuständigen Ausschusses zum Thema Rahmenbedingungen und Gestaltung der Abiturprüfung und Organisation der Oberstufe durchzuführen. „Wir wollen, dass diejenigen zu Wort kommen, die unmittelbar betroffen sind: Lehrkräfte, Eltern und Schüler. Mit ‚Weiter so’ ist den Schulen nicht gedient“, so Habermann.