Heike Habermann (SPD): Kultusministerin versucht sich in Schadensbegrenzung – Kontrollmechanismen haben versagt

„Wer gegen alle Bedenken am Zentralabitur festhält, muss es auch 100prozentig vorbereiten. Wenn die Ministerin heute eingesteht, dass in vier Fächern Korrekturen an den Aufgaben auf den letzten Drücker notwendig waren, weckt das erhebliche Zweifel an der Professionalität der Vorbereitung, zumal schon im Vorjahr im Fach Deutsch eine Aufgabe fehlerhaft gestellt war“, so die Abgeordnete weiter. Unverständlich sei, warum nach den damaligen Erfahrungen erst jetzt das Verfahren in allen Einzelheiten überprüft werden solle. „Das hätte längst geschehen müssen.“

Die Entschuldigung der Ministerin gegenüber den Betroffenen sei überfällig gewesen, ebenso die Ankündigung, dass allen Prüflingen ein Wiederholungstermin angeboten werde. „Offenbar hat das Kultusministerium das Wochenende gebraucht, um die Relevanz des Problems zu erfassen. Das spricht nicht für einen sensiblen Umgang mit dem Thema.“

Die wiederholten Pannen zeigten aber auch die strukturellen Probleme beim Zentralabitur und für die SPD sei es daher dringend an der Zeit, das Instrument noch einmal grundsätzlich zu hinterfragen, kündigte Habermann an.