Heike Hofmann (SPD): 30 Jahre „Resozialisierungsfonds für Straffällige“ in Hessen – ein kriminologisches Erfolgsmodell

„Schon 1979 hat man damit erkannt, dass die besondere Schuldensituation Straffälliger eine erhebliche Rolle für die Wiedereingliederungschancen der Betroffenen spielt. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst frühzeitig im Rahmen des Übergangsmanagements wirkungsvolle Weichenstellungen für eine Entschuldung von Straffälligen erfolgen müssen“, sagte die Rechtspolitikerin. In diesem Zusammenhang wies Hofmann aber auch auf die generelle Bedeutung von Übergangsmaßnahmen und Hilfestellungen für Strafgefangene nach der Haftentlassung hin.

Leider sei auch dieser Bereich in den letzten fünf Jahren von der Landesregierung durch massive finanzielle Streichungen betroffen gewesen. So sei im Rahmen der „Operation düstere Zukunft“ unter anderem die Unterstützung für die Vorbereitung der Haftentlassung um rund 70 Prozent gekürzt worden. In der Folge seien bei vier von fünf Institutionen die Landesförderungen weggefallen. Davon sei die Landesarbeitsgemeinschaft Justiz in Frankfurt, der Frankfurter Gefängnisverein 1868 e.V., der Fliedner-Verein Rockenberg sowie das Diakonische Werk Hessen Nassau in Darmstadt betroffen und daran habe sich bis heute nichts geändert.