Gerhard Merz (SPD): Wachsamkeit ist weiter angebracht

„Dass es diese Unruhe und diese Befürchtungen real gibt, kann nicht bestritten werden. Sie haben offensichtlich seit der letzten Debatten-Runde im Sommer neue Nahrung erhalten. Mein Ziel war, entweder ein klares Dementi in der Sache zu erreichen, womit die Angelegenheit aus der Welt geschafft wäre, oder – für den Fall, dass sich die Befürchtungen bestätigen – eine dann notwendige öffentliche Debatte anzustoßen. Beides rechtfertigt nicht die leicht hysterische Reaktion der Herren Bouffier, Möller und Braun von der CDU. Nicht ich streue Gerüchte, die Gerüchte streuen sich von alleine, u.a. weil der CDU nach der knallhart durchgezogenen Privatisierung des Klinikums halt alles zugetraut wird. Wir haben auch niemandes Interessen instrumentalisiert, sondern wir verlangen Auskunft in einer für die Universität und damit die Region wichtigen Frage. Warum man darauf mit ‚Wut und Enttäuschung’ reagieren muss, vor allem dann, wenn man nichts zu verbergen hat, wird das Geheimnis der CDU-Kollegen bleiben“, erklärte Merz.

Am Punkt vorbei sei die Reaktion der FDP. „Niemand bestreitet, dass es die Notwendigkeit und die Möglichkeit engerer Zusammenarbeit zwischen den beiden Universitäten und einzelnen Fachbereichen, auch den medizinischen, gibt. Auch ich habe das nicht getan und werde es auch nicht tun. Interessant ist, dass es von der FDP aber keine klare Absage an Fusions- oder Ausgliederungspläne gibt. Auch die CDU sagt lediglich, dass es dergleichen Pläne nicht gebe, nicht jedoch, dass es sie auch zukünftig nicht geben wird. Und für Prof. Seeger scheint es nach wie vor diese Option zu geben. Die öffentliche Debatte war und ist also notwendig, Wachsamkeit ist nach wie vor angebracht.“