Petra Fuhrmann (SPD): Niedriglohnsektor in Hessen weitet sich aus – Engagement für gute Arbeit dringend erforderlich

„Wir brauchen Arbeitsplätze, aber wir brauchen vor allen Dingen gute Arbeitsplätze. Wer den ganzen Tag arbeitet, muss davon sich und seine Familie ernähren können“, forderte die Sozialdemokratin. Es seien nicht nur Minijobber, die unter Niedriglöhnen litten. Vielmehr sei eine wachsende Zahl von Vollzeitbeschäftigten, darunter vor allen Dingen Frauen, betroffen. „Es trifft auch nicht zu, dass es vorwiegend Unqualifizierte sind, die zu Minilöhnen arbeiten“, erläuterte Fuhrmann. Knapp drei Viertel der Betroffenen hätten nach einer Studie des Forschungsinstituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni Duisburg-Essen eine Berufsausbildung oder sogar studiert.

„In Hessen muss endlich im Sinne eines Engagements für gute Arbeit gehandelt werden. Unter sozialdemokratischer Regierungsverantwortung wird es eine Bundesratsinitiative geben, die den Weg für einen Mindestlohn bereitet. Wie in anderen europäischen Ländern auch, müssen wir handeln, damit Wettbewerb nicht mehr um den niedrigsten Lohn, sondern um Qualität erfolgt“, so Fuhrmann.