Christoph Degen (SPD): Schuleingangsstufen können auf Ziffernoten wieder verzichten

„Wir haben damit den Schulen, die dies wollen, ein pädagogisches Instrument zurückgegeben, das die CDU-Landesregierung aus ideologischen Gründen genommen hatte. Und leider hat die CDU bisher nichts dazu gelernt. Anders jedenfalls ist es nicht zu deuten, wenn sie sich als einzige Fraktion unserem Antrag verweigert hat“, so Degen.

In Schuleingangstufen werden die ersten beiden Jahrgangsstufen zu einer pädagogischen Einheit zusammengefasst, die je nach Entwicklungsstand und Lerntempo des Schülers in einem Zeitraum zwischen einem und drei Jahren durchlaufen werden kann. Durch die so entstehende Flexibilität soll der immer größer werdende Unterschied im Vorwissen der Grundschüler ausgeglichen und somit Unter- oder Überforderung verhindert werden.

„Da hier die Schüler mit ihren individuellen Lernfortschritten im Mittelpunkt stehen, ist es nötig, dass diese auch eine Leistungsbeurteilung erhalten, welche über die üblichen Ziffernnoten hinaus die individuellen Lernfortschritte dokumentiert und jedem einzelnen Schüler rückmeldet“, erläuterte Degen.

Jetzt sei der Weg allerdings wieder frei für die Schulen mit Schuleingangsstufen. Damit sei auch ein weiterer Schritt in Richtung Eigenverantwortung gegangen. „Inwieweit wir die Möglichkeit, Ziffernoten durch schriftliche Beurteilung der Kinder noch mal erweitern, werden wir prüfen – die SPD hält hier weitere Schritte für notwendig. Dies wird aber im Zusammenhang mit einer ohnehin anstehenden Novelle des Schulgesetzes zu entscheiden sein“, so Degen abschließend.