Dr. Thomas Spies (SPD): Anstieg bei Arzthonoraren muss Versorgungsengpass bei Kinder- und Jugendpsychiatern beseitigen

„In Hessen brauchen wir rund 80 Kinder- und Jugendpsychiater. Die KV will bisher aber nur das Budget für 35  Ärzte bereitstellen.“ Das Ergebnis sei, dass Kinder mit wirklich schweren Problemen unzumutbare Wartezeiten hinnehmen müssten.

„Der Anstieg der Arzthonorare ist erheblich, der zu verteilende Kuchen wird bundesweit um 2,5 Milliarden Euro größer als bisher“, so Dr. Spies. Der auf Hessen entfallende Anteil müsse genutzt werden, um Budgethärten in Hessen aufzulösen. „Neben den Kinder- und Jugendpsychiatern, die nur in Hessen durch ein Sub-Budget eingeengt werden, gibt es noch weitere Probleme bei den Nervenärzten und in einigen Bereichen der inneren Medizin, so zum Beispiel in der Gastroenterologie“, erläuterte Spies. Die bestehenden Versorgungsengpässe führten zu enorm langen Wartezeiten, gerade für gesetzlich Versicherte.

„Wenn die Kassenärztliche Vereinigung die Probleme jetzt nicht aus eigener Kraft löst, ist die Politik gefordert.“ Er forderte die noch geschäftsführend im Amt befindliche Sozialministerin auf, sich dieser Sache anzunehmen. „Wir müssen jetzt die Chance nutzen, wo es etwas zu verteilen gibt, um die Versorgungsengpässe zu beseitigen. Es kann nicht hingenommen werden, dass Kinder und Jugendliche weiterhin mehrere Monate auf einen Termin bei einem der wenigen spezialisierten Psychiater warten müssen“, so Dr. Spies.