Andrea Ypsilanti (SPD) appelliert an Telekom-Chef Rene Obermann: Schließung der Telekom-Callcenter in Gießen und Kassel nochmals kritisch prüfen

Die Telekom habe in den letzten Jahren bereits Hunderte von Ar­beitsplätzen in Nordhessen abgebaut. Die Schließung des Kasseler Call-Centers wäre ein herber Schlag für die nordhessische Region und für die Kolleginnen und Kollegen, die dort arbei­teten. Gleiches gelte für den Standort Gießen mit 150 Arbeitsplätzen. Ypsilanti an Obermann: „Selbst die Zusage von Ihnen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Beschäfti­gung an den Standorten Fulda oder Eschborn zu ermöglichen, ist insbesondere für Teilzeitbeschäftigte, die in den Regionen Kassel und Gießen wohnen und verankert sind, keine wirkliche Hilfe.“

Ypsilanti bracht in ihrem Brief ihre Besorgnis zum Ausdruck, dass mit den Standortschließungen Kassel und Gießen das Unter­nehmen Telekom einen weiteren Vertrauensverlust erleide. „Viele private und öffentliche Unternehmen in Mittel- und Nordhessen haben sich bewusst entschieden, Kunde bei der Telekom zu bleiben, da Ihr Unternehmen in beiden Regionen immer stark ver­wurzelt war. Mit Ihrer Entscheidung, die 330 Arbeitsplätze zu verlagern, sehe ich die Gefahr, dass die Akzeptanz der Kunden zu Ihrem Unternehmen weiter nachlässt“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende.