Dr. Thomas Spies: Nichtraucherschutz, Rauchbeschränkungen und Prävention müssen sich ergänzen

„Rauchverbote haben international zu einem Rückgang der Herzinfarkte um 10 Prozent geführt – damit sind sie das erfolgreichste Gesundheitsprogramm überhaupt“, so Spies. Deshalb müssen bei der von der geschäftsführenden Sozialministerin und der FDP geplanten Aufweichung des Nichtraucherschutzes strenge Maßstäbe angelegt werden. „Bislang jedenfalls sind die behaupteten negativen Folgen des Nichtrauchergesetzes nicht nachgewiesen worden.“

Vor allem aber in Bezug auf Jugendliche forderte Spies deutlich intensivere Maßnahmen. „Wenn Teenager-Vorbilder rauchen, dann rauchen auch Jugendliche 16 mal häufiger“, so Spies. Beimischungen zu Tabak, der ihn für Kinder und Jugendliche angenehmer machen oder auf Kinder- und Jugendliche ausgerichtete Tabakwerbung verschärfen nach Ansicht des Arztes Spies die Situation.

„Der beste Schutz ist: Gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen.“ Deshalb forderte er neben eine weiteren Intensivierung und Verbesserung einer altersgemäßen Aufklärung für Kinder und Jugendliche auch strengere Regeln, die Kinder und Jugendliche vor der Verführung zur Droge Nikotin und vor den Verführern schützen.