Heike Habermann (SPD) bietet FDP und Grünen Gespräche über G 8 an

„Wir bieten der FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Gespräche über gemeinsame Lösungen für die G8-Problematik an, denn die Wahlprogramme von SPD und FDP sind an diesem Punkt deckungsgleich und die Grünen haben mit der Vorstellung ihres Gesetzentwurfs einen ersten, leider zaghaften Schritt, in die Debatte gebracht“, sagte heute die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Heike Habermann vor dem Hintergrund der Berichterstattung in der „Frankfurter Rundschau“, wonach es Kritik der Jungen Liberalen an der FDP-Landtagsfraktion gebe sowie einer Pressekonferenz der Grünen
Die SPD halte es für machbar, an dem Ziel, das Abitur in 12 Jahren zu erreichen, festzuhalten: Dazu bedürfe es aber einer Reform der Oberstufe, um die Schüler in eben jener Phase der Pubertät zu entlasten, wo sie enormen Leistungsschwankungen ausgesetzt seien. Die Sekundarstufe I müsse in der Regel sechs Jahre umfassen. Die FDP habe auf ihrem Rotenburger Parteitag im vergangenen Jahr einen richtungweisenden Beschluss gefasst, auf dessen Grundlage eine Einigung mit der SPD möglich sei, so Habermann.
Mit Blick auf den Gesetzentwurf der Grünen betonte Habermann ausdrücklich, dass die SPD das Ziel der Durchlässigkeit im Schulsystem nachhaltig unterstütze. Zur Umsetzung dieses Ziels markiere der Entwurf aber nur erste zaghafte Schritte. „Das Grundproblem ist, dass der Gesetzentwurf für alle Kinder und Jugendlichen im normalen Gymnasium, an die die deutlich überwiegende Zahl der Kinder unterrichtet wird, keinerlei strukturelle Verbesserungen enthält. Die in der Diskussion befindlichen kleinen Maßnahmen alleine werden nicht zu einer spürbaren Verbesserung führen“, so Habermann. Dennoch sehe die SPD auch an dieser Stelle die Möglichkeit, eine vernünftige Lösung zu finden. Schließlich gehe es bei der Problematik G8 um Kinder, die hier einem übertriebenen Druck ausgesetzt seien und nicht um politische Glaubensbekenntnisse.
„Im weiteren Beratungsverfahren werden wir deswegen versuchen, eine weitergehende Veränderung bei G8 durchzusetzen. Damit käme das Parlament im Übrigen auch dem Wunsch von Eltern, Schülern sowie den Lehrkräften entgegen, die von der Politik deutlichere Veränderungen erwarten“, so Habermann.
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