Heike Habermann (SPD): Banzer rechnet mit Wolff und Koch ab

Die SPD sei aber sehr skeptisch, dass dieser angedeutete Kurswechsel in der hessischen CDU getragen werde. „Die CDU-Fraktion hat erst vor wenigen Tagen, den glühendsten Verfechter der Wolffschen Irrtümer und Fehlentscheidungen, Hans Jürgen Irmer, erneut zum bildungspolitischen Sprecher gewählt.“ Es dürfe auch nicht vergessen werden, dass Ministerpräsident Koch seiner gescheiterten Kultusministerin stets volle Rückdeckung gewährt habe.

Habermann forderte Banzer auf, seinem Lernprozess auch Taten folgen zu lassen. „Die SPD-Fraktion wird aus dem Parlament heraus den Kurswechsel in der Bildungspolitik betreiben und wir erwarten von Herrn Banzer, dass er dabei eine konstruktive Rolle einnimmt“, sagte Habermann. Die Schwerpunkte der SPD seien die Einrichtung von Ganztagsschulen, die dringend notwendigen Korrekturen bei G8, und die Abschaffung von Richtwerten zur Klassenbildung, die Schulstandorte gefährdeten. „Vor allem geht es darum, die Bildungshürden einzureißen, die eine soziale Auslese bewirken und den Grundsatz der Chancengleichheit zerstören.“