Heike Habermann (SPD): Schulstress an den Gymnasien muss aufhören

Weder der Hinweis auf geltende Verordnungen zur Stundenplangestaltung und zu den Hausaufgaben noch die Ankündigung, zukünftig die Lehrpläne zu verändern, könnten das pädagogische Desaster verhindern. Vielmehr werde die Verantwortung für die vom Grundsatz falsche Reform auf dem Rücken der Schulen abgeladen.

„Inzwischen wird bundesweit über die Folgen von G8 diskutiert. An die Stelle von ganzheitlichen Bildungsansätzen, die die Interessen und Begabungen von Kindern fördern, ist stures Pauken und Stress getreten.“ Habermann wies damit die bereits vor Wochen angekündigten und nun geltenden leichten Veränderungen bei G 8 als „ungenügend“ zurück.

So könnten die Probleme für die Kinder und die Eltern nicht gelöst werden. Vielmehr müsse endlich die Konsequenz aus der gescheiterten Schulpolitik der letzten Jahre gezogen werden, damit nicht ein weiterer Schülerjahrgang in die Mühlen einer verpatzten und übereilten Reform gerate. Die Rücknahme von G8 in der Mittelstufe gebe die Chance, auch in der Kultusministerkonferenz neu zu diskutieren. „Offenkundig hat die CDU den Schlag nicht gehört, den sie am 27. Januar erhalten hat: Wie kann man auch aufgrund einer völlig verfehlten Schulpolitik zwölf Prozent der Wählerstimmen verlieren und dann so weitermachen wie bisher?“, fragte Habermann.

Vielmehr müsse man den Willen der Bevölkerung, eine andere Politik in Hessen zu gestalten, ernst nehmen. „Die SPD wird dies ab dem 5. April tun und mit einer Ministerpräsidentin Andrea Ypsilanti an der Spitze die Fehler der abgewählten Regierung Koch / Wolff korrigieren“, so Habermann.