Andrea Ypsilanti (SPD): Wir sehen unser Konzept durch IGLU bestätigt

So zeige auch diese Studie, dass es für Kinder aus einfachen Arbeiterhaushalten  immer schwieriger werde, eine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen. Zwar habe sich die Leseleistung von Migrantenkindern verbessert, ihr Abstand zu deutschen Kindern bleibe jedoch international hoch.

Bereits in den vergangenen Runden der internationalen Grundschullese­untersuchung war die Leistungsfähigkeit der deutschen Grundschulen deutlich geworden. "Die Grundschulen beweisen, dass das lange gemeinsame Lernen aller Kinder ein Erfolgsmodell ist. Und leider bestätigen uns bisher die Untersuchungen, dass dies im Bereich der weiterführenden Schulen nicht mehr so ist", so Ypsilanti.

Mit Genugtuung nahm die Sozialdemokratin die Analyse des Dortmunder Bildungsforschers Wilfried Bos zur Kenntnis. Dieser sehe den Hauptunterschied für das gute Abschneiden im Grundschulbereich darin, dass Grundschullehrer gezwungen seien, unterschiedlich starke Kinder individuell zu fördern. Leistungsschwächere und -stärkere Kinder profitierten davon in gleichem Maße.

Deswegen sei es entscheidend, im Bereich der Sekundarstufe I endlich konsequente Reformschritte zu gehen. Die SPD werde Garant dafür sein, dass nach dem 27. Januar 2008 der Erfolg der Grundschulen sich in den weiterführenden Schulen fortsetze und der Bildungspfusch rund um „G 8“ und „U plus“ ein Ende habe.