Heike Habermann (SPD): Sprachförderung in Kita und Schule integrieren

Das bedeute für die SPD auch, dass die Sprachförderung in den Einrichtungen der frühen Bildung stattfinden müsse. In den Kindertageseinrichtungen sollten unmittelbar Kinder, die dies benötigen, entsprechende Förderung erhalten. An dieser Stelle seien aber die wenigen Aktivitäten der Landesregierung eher als Feigenblattpolitik zu deuten. „Besonders deutlich wird das bei der Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans. Es stehen praktisch keine Mittel zur Verfügung, um zusätzliche Angebote zu machen. Dabei könnten die Kinder in den drei Jahren ihres Besuches der Kita wesentlich besser in der deutschen Sprache fit gemacht werden, als dies in neun Monaten Vorlaufkurs möglich ist“, stellte Habermann klar.

Aber auch mit Beginn der Grundschulzeit müsste den Bedürfnissen der Kinder besser als bisher Rechnung getragen werden. Die dafür erforderlichen Konzepte seien seit Jahren entwickelt und bekannt. „Ich verweise auf die Schuleingangsstufe, die die Kinder in ein bis drei Jahren durchlaufen können. In dieser Zeit können verbliebene Defizite ohne Zeitnot ausgeglichen werden. Die SPD wird dies in der Regierungsverantwortung anpacken“, versicherte Habermann.

Insgesamt stellte die Abgeordnete fest, dass die Landesregierung mit den falschen Instrumenten bestenfalls halbherzig versuche, ein im Grunde richtiges Ziel zu verfolgen. Die SPD werde dies in der Regierungsverantwortung ändern. Sie werde mit Sprachförderung bereits in den Kindertagesstätten beginnen und diese in den Schuleingangsstufen fortsetzen. Ein Aussortieren der Kinder aus den Regeleinrichtungen werde damit überflüssig, so Habermann.