Heike Habermann (SPD): Wolffs Schulpolitik macht Kinder krank

„Die Vertreter des Bündnisses haben den Finger in alle klaffenden Wunden gelegt: Die ‚Unterrichtsgarantie’ wird nicht erfüllt, die ‚Unterrichtsgarantie plus’ ist qualitativ bedenklich und entwertet den Lehrerberuf insgesamt, die Durchlässigkeit wurde und wird abgebaut, die Klassengrößen steigen, Statistiken werden so zurecht gebogen, dass alles gut aussieht und vor allem steigt unter anderem durch die Schulzeitverkürzung (G 8) der Druck auf die Kinder so stark an, dass Ärzte immer öfter bedenkliche Stresssymptome diagnostizieren. Die Politik der Landesregierung macht unsere Kinder krank!“, so Habermann.

Dabei sei längst bekannt, wie den unguten Entwicklungen begegnet werden könne. In der Bildungswissenschaft und Schulforschung seien die Antworten längst gegeben: Weniger Druck, mehr Zeit zum Lernen und Lehren, mehr individuelle Förderung in echten Ganztagsschule – dies seien einige Stichworte. Die SPD werde nach der Wahl 2008 hier deutlich andere Akzente setzen als dies die CDU mache. „Wir werden wieder dafür sorgen, dass Unterricht von voll ausgebildeten Lehrkräften erteilt wird. Wir werden in einem ersten Schritt die Überschreitung der Klassengrößen um bis zu drei Kinder streichen. Wir werden G 8 wieder zurück nehmen und wir werden echte Ganztagschulen über die ‚pädagogische Mittagsbetreuung’ hinaus einrichten“, sagte die Sozialdemokratin.

Die SPD arbeite derzeit an dem Finanzierungskonzept, denn klar sei, dass dies nicht zum Nulltarif zu machen sein wird. Ganz im Gegenteil: Im Bereich der Bildung müsse der uneingeschränkte Investitionsschwerpunkt in den kommenden Jahren liegen. Nur so sei es möglich, die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu sichern, so Habermann abschließend.