Christel Hoffmann (SPD): “Die Worte hör ich wohl, … Minister Dietzel muss ihnen auch Taten folgen lassen“

Doch nicht alleine die konjunkturelle Verbesserung, sondern auch die Einführung der Betriebsprämie im Rahmen der EU-Agrarreform habe damit zu tun, die die rot-grüne Bundesregierung noch ausgestaltet hatte. Die Hessische Landesregierung habe seinerzeit diese Regelung „erbittert“ bekämpft, so Hoffmann. Die Prämie komme gerade den benachteiligten hessischen Grünlandstandorten zugute, die, wenn sie außerhalb von FFH-Gebieten lägen, von der Landesregierung nicht mehr durch Agrarumweltmaßnahmen gefördert würden. Landwirtschaftsminister Dietzel müsse nach Ansicht von Hoffmann allerdings erheblich mehr für die Betriebe tun.

„Es reicht nicht, auf die Konjunktur zu verweisen und hehre Ziele zu propagieren, wie beispielsweise einen bestimmten Anteil erneuerbarer Energien in Hessen. Es muss auch etwas für diese Ziele getan werden“, sagte die Sozialdemokratin. Bisher habe sich Hessen auf diesem Gebiet eher als Bremser hervorgetan, nun müsse dafür auch mehr Geld in die Hand genommen und bürokratische Hemmnisse zügig abgebaut werden.