Nancy Faeser (SPD): Offener Strafvollzug sollte auch in Hessen wieder zum Regelvollzug werden

Zwischen der Grundausrichtung der Sozialdemokraten und der grünen Partei gebe es große Übereinstimmung. Ganz anders wiederum die Haltung zum Kurs des Justizministers: Wer junge Menschen im Zweifel hinter Gitter bringe, trage die Verantwortung für eine schlechte Sozialprognose, kriminalisiere die Jugendlichen und Heranwachsenden mehr als nötig und missachte den Grundsatz im Jugendstrafvollzug, dass gegenüber den jungen Menschen schädigende Einflüsse des Strafvollzugs möglichst vermieden werden sollten.

Die SPD wolle einen Jugendstrafvollzug, der bei Aufnahme prüfe, ob der jugendliche Straftäter für den offenen Vollzug geeignet sei. Nur wenn Fachleute diese Frage verneinten, müsse der Betreffende seine Jugendstrafe zunächst im geschlossen Vollzug verbüßen. „Unsere Priorität liegt eindeutig beim offenen Vollzug, weil er für den Täter und die Gesellschaft der Erfolg versprechendere Weg ist, jugendliche Straftäter wieder sozial zu integrieren“, so Faeser.