Günter Rudolph (SPD): Freiwillige Polizeihelfer werden großen Gefahren ausgesetzt

Die Gewährleistung der Inneren Sicherheit sei eine Aufgabe für Profis, nicht für freiwillige Helfer. „In Hessen werden unter Innenminister Bouffier 1000 Planstellen für Polizeibeamte abgebaut und das Land entzieht sich seiner Verpflichtung, die Bürgerinnen und Bürger vor Übergriffen und Gefahren zu schützen. Gleichzeitig werden die Kommunen politisch unter Druck gesetzt, Freiwillige Polizeihelfer zu werben. Daraus resultiert eine Schieflage bei der Kriminalitätsbekämpfung. Es ist nicht vertretbar, gutwilligen Laien dieses Risiko zuzumuten.“

Auch jede Polizistin und jeder Polizist trage ein hohes Risiko. „Aber diese hoch qualifizierten Beamtinnen und Beamten sind geschult in Maßnahmen der Eigensicherung und haben deshalb das notwendige Rüstzeug, um Straftätern gegenüberzutreten. Freiwillige Polizeihelfer haben das nicht gelernt.“

Rudolph forderte Innenminister Bouffier auf, den Kurs der Entprofessionalisierung der Polizei zu stoppen. „Bürger haben einen Anspruch auf eine professionelle Polizei.“ Der SPD-Politiker erinnerte an die Teilschließung der Polizeistation in Viernheim, die gleichzeitig mit der Einführung des Freiwilligen Polizeidiensts erfolgt sei. Dort sei im Jahr 2006 die Kriminalität um 12,6 Prozentpunkte gestiegen und die Aufklärungsquote um fast 5 Prozentpunkte gesunken.