Günter Rudolph (SPD) nach Obleute-Gespräch mit Innenminister Bouffier unzufrieden: Warum wurde so lange geschwiegen?

Diese Kritik treffe sowohl die Spitze des Polizeipräsidiums in Frankfurt am Main als auch den Landespolizeipräsidenten und den Innenminister. „Es handelt sich ja nicht um eine Bagatelle – wir hätten erwartet, als Innenpolitiker über den Stand der Ermittlungen informiert zu werden. Das ist nicht geschehen“, so Rudolph. Auch zu dem Hinweis, dass weitere Personen von den Vorfällen gewusst hätten, habe Bouffier geschwiegen. Deshalb müsse der Innenminister am kommenden Mittwoch im Innenausschuss umfassend Rede und Antwort stehen. Die Affäre müsse restlos aufgeklärt werden, damit nicht 99,9 Prozent der hessischen Polizeibeamten unter Generalverdacht gestellt werden. „Die ganz große Mehrheit der Polizisten ist demokratisch gesinnt und macht einen guten Job“, sagte der Sozialdemokrat. „Daran habe ich keine Zweifel!“

„Mehr als unglücklich“ nannte Rudolph die Haltung und Vorgehensweise seines Oppositionskollegen Hahn (FDP). Dieser habe offenbar frühzeitig von den rechtsextremen Umtrieben im Frankfurter Polizeipräsidium erfahren, dies aber nicht zum Thema im Kreise der Innenpolitiker im Wiesbadener Landtag gemacht.