Bernhard Bender (SPD): Waldschäden und kein Ende

Ausschließlich unter dem Gesichtspunkt einer betriebswirtschaftlich orientierten Waldwirtschaft solle ein positives Ergebnis aus dem Holzverkauf mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst erwirtschaftet werden. Ein Ziel, das im Übrigen seit der Umorganisation der Landesforstverwaltung nicht erreicht worden sei. Die Beschwerden aus der Bevölkerung nähmen ständig zu, dass die Intensität und Rücksichtslosigkeit der Holzernte die Sozial- und insbesondere die Erholungsfunktion des Waldes nur unzureichend berücksichtige, sagte Bender.

Mit dem Orkan Kyrill seien hessenweit Schäden in den Wäldern entstanden, die bisher nur unzureichend geschätzt werden konnten. Außerdem werde der Zeitdruck für die Aufarbeitung der Fichtenwindwürfe durch die latente Borkenkäfergefahr massiv verstärkt. Die weiträumige Verteilung der gebrochenen und geworfenen Bäume in den Beständen erfordere den Einsatz gut ausgebildeter und erfahrener Waldfacharbeiter.

„Jetzt rächt sich die Politik der Landesregierung, die Stellen von 600 Waldarbeitern abzubauen“, so Bender. Die besten Mitarbeiter seien verloren gegangen und könnten kurzfristig auch nicht ersetzt werden. Es sei selbst für den interessierten Bürger augenfällig, dass die Pflege und der Wiederaufbau unseres Waldes im Vordergrund stehen müsse und nicht das Streben nach Maximierung des Holzerlöses.