Silke Tesch (SPD) lobt Ausbildungsleistung des Handwerks

Aus Sicht von Tesch gebe es Reformbedarf bei der Gestaltung des Berufsschulunterrichts. Da Auszubildende gut in den betrieblichen Ablauf einzubinden seien und beispielsweise auch mit auf Montage gehen sollten, wäre es sinnvoll, Berufsschulzeiten en bloc zu organisieren, anstatt jede Woche einen Berufsschultag durchzuführen. „Um noch mehr jungen Menschen die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben, sollten wir uns Anregungen aus dem Handwerk für eine praxisnähere Organisation der beruflichen Bildung nicht verschließen.“

Auch die Klage von Handwerkern über mangelnde Kompetenzen von Lehrstellenbewerbern dürfe die Politik nicht unter den Teppich kehren. „Während wir inzwischen mit dem Meisterbrief auch den freien Zugang zur Hochschulbildung eröffnet haben, müssen wir auch im schulischen Bereich die Weichen richtig stellen. Mehr Förderung und Durchlässigkeit im Schulsystem und damit eine bessere Qualifikation ist das A und O für qualifizierte Lehrstellenbewerber“, sagte Tesch und forderte mehr Engagement für eine Bildungsreform. „Wir sollten außerdem im Handwerk auch modulare Ausbildung anbieten,  beispielsweise eine zweijährige Ausbildung für junge Menschen, denen bestimmte theoretische Qualifikationen noch fehlen“. Eine solche zwei- statt dreijährige Ausbildung sollte mit der Option verbunden sein, sie jederzeit zu erweitern oder sich spezialisieren zu können.