Thomas Spies: SPD-Vorschläge zum Transplantationsgesetz endlich umgesetzt.

Hintergrund sei die unzureichende Organspenderzahl in Hessen. Wesentliche Ursache sei nicht eine mangelnde Bereitschaft zur Organspende, sondern die zu geringe Kooperation insbesondere kleiner Krankenhäuser. „Bei vielen potentiellen Organspendern wird niemals daran gedacht“, sagte Spies. Das sei angesichts von Patienten, die auf der Warteliste stehend versterben, ein unerträglicher Zustand – und auch unangemessen gegenüber denjenigen, die bereit waren, ein solches Geschenk posthum zu machen.

Bereits 2001 hatte die SPD deshalb gefordert, dass alle Krankenhäuser alle potentiellen Organspender melden müssten – damit man überforderte Krankenhäuser wie schwarze Schafe überhaupt erkennen könne. „Endlich wird dieser Vorschlag in Hessen Gesetz“, so Spies.

Ganz im Sinne all derjenigen, die verzweifelt auf ein Spenderorgan warteten, hoffe er jetzt darauf, dass die Informationen nicht in einem Landesdatengrab verschwänden. „Die Regierung muss dann auch mit diesen Informationen arbeiten und die Probleme zügig angehen“, so Spies. Er kündigte an, dass die SPD-Fraktion kurzfristig die Ergebnisse der Erhebungen abfragen werde.