Vereinfachte Arbeitnehmer-Steuererklärung: Hessen hinten

Die SPD forderte Weimar auf dafür Sorge zu tragen, dass anstelle des vierseitigen Steuererklärungsbogens plus der Anlage N in Hessen im Jahre 2005 eine "Einfach-Steuererklärung" aus einem zweiseitigen Formular für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingeführt werde, so wie es die Länderfinanzminister am 2.Dezember diesen Jahres nach langem Vorlauf beschlossen haben.
Damit werde der Mehrzahl von Arbeitnehmern, die keine Zusatzeinkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder über dem Sparerfreibetrag liegende Kapitaleinkünfte haben, die Möglichkeit gegeben, schnell und einfach ihre Steuererklärung schon am Jahresanfang abzugeben.
In der Masse der Fälle seien nämlich für die Steuerveranlagung von Arbeitnehmern keine komplizierten Formulare nötig, durch die sich die Steuerpflichtigen durchbeißen müssen. Sie bringen oftmals die Menschen zum Verzweifeln, weil sie Überflüssiges abfragen. Die Folgen sind, dass die Betroffenen verspätet oder gar nicht die Steuererklärung abgeben und damit auf Steuererstattungen verzichten. Oder Steuerzahler wenden sich verzweifelt an einen Lohnsteuerverein oder Steuerberater mit den entsprechenden Kosten.
"NRW hat mit Erfolg die vereinfachten Arbeitnehmersteuer-Formulare ausprobiert. Hessen muss jetzt ebenfalls diesen Service bieten. Das muss zur Chefsache für Minister Weimar werden. Wer großspurig und durchaus sinnvoll ein neues KFZ-Steuererhebungssystem zum Jahresanfang auf den Weg bringt, muss auch im Interesse von Arbeitnehmern wenigstens mit anderen Bundesländern mithalten können", so Norbert Schmitt.